ROUL



Unseren  Roul haben wir am 3.3. diesen Jahres (2014) abends am Flughafen München von den Team-Mitgliedern und Flugpaten Alexandra und Harald übernommen, nachdem die Zeit vorher überhaupt nicht vergehen wollte, so sehr haben wir uns auf diesen Tag gefreut. Seitdem ist Roul Teil unseres Rudels, bisher bestehend aus Frauchen und Herrchen von den Malteserinnen Collet (16 Jahre) und Francis (10 Jahre).

Das Roul überhaupt bei uns ist, ist eher einer Zufallsbekanntschaft zu verdanken, naemlich mit dem

Frauchen von Nele (ehem. Neve), einer ehemaligen

Streunerin aus Pompei. 


Über das Internet wurde sich erst einmal schlau gemacht über diese Tierschutzorganisation und danach ging es sofort zur Auswahl der für die „Adoption“ freigegebenen Hunde und die fiel sofort auf  Roul. Dieser kleine Fratz ging uns dann nicht mehr aus dem Kopf. 

Das dieser Fratz gegenüber unseren Malteserinnen wiederum ein Riese war, haben wir ja erst später mitbekommen.

Am Flughafen haben wir neben den Transitdokumenten auch einen sehr netten Brief von Franca , sowie „persönliche Sachen“ wie sein Spielzeug erhalten. Dabei war auch seine „Krankenakte“ im Zusammenhang seiner Operation der linken Vorderpfote im November vorigen Jahres. In ihrem Brief ist Franca eingehend darauf eingegangen. Auch Eleonora hat uns auf Anfragen dazu einigermaßen beruhigt, da wir uns schon Sorgen gemacht haben vor allem hinsichtlich Spätfolgen und Belastbarkeit. Hier vor allem noch mal ein dickes  DANKE an Franca, die Roul in dieser schweren Zeit gepflegt und betreut hat. Roul selbst kommt mit diesem Handicap gut zurecht, wenn man ihm beim Herumtollen oder bei Spaziergängen ab und zu mal etwas Pause gönnt, wenn er das will.

Mittlerweile kennt Roul seinen Haustierarzt. Dort ist er gut aufgehoben. Sein allgemeiner Gesundheitszustand , Zähne, Fell  usw. wird als sehr gut befunden.

 

Wir hatten uns nicht vorstellen können, wie schnell und problemlos Roul sich im neuen Rudel einleben wird

und seinen Platz hat. Bei Frauchen (Rudelführer) und Herrchen gab es überhaupt keine Probleme. Die Unterordnung funktionierte nach wenigen Wochen, auch was die Übung bestimmter Grundregeln betrifft. Roul zeigt sich dabei sehr eifrig und intelligent, mit und ohne

Leckerli. Hervorragend die Akzeptanz seiner neuen Schlaf- und Ruheplätze vom ersten Tag an. 

 Mit den zwei Malteserinnen kommt er mittlerweile gut zurecht, obwohl er immer noch nicht begriffen hat, dass die beiden älteren Damen mit ihm einfach nicht spielen wollen. Dann ist er oftmals beleidigt und sucht Ersatz bei seinen Stofftieren. Es herrscht gewissermaßen friedliche Koexistenz mit Trend zum gegenseitigen  Verständnis. 

Wir haben von Anfang an gemerkt, dass Roul alle Menschen liebt und dabei vor allem Kinder.

Unterwegs ist er nicht zu bremsen, wenn er Kinder spielen sieht. Die Freude ist riesengroß wenn unsere Enkelin Melissa zu Besuch kommt.


Die Begegnung mit anderen Hunden verlief unterschiedlich. Roul ist grundsätzlich an „freundschaftlichen“ Begegnungen interessiert, ohne Unterschiede zu Rassen, Größe, Geschlecht …..

Er kann aber auch zur „Wildsau“ werden, wenn ihm doch mal einer saudumm kommt (sehr selten), vor allem hinter Gartenzäunen. Wenn ihm aus welchen Gründen auch immer mal eine Begegnung mit Artgenossen verwehrt wird, dann kann es schon  passieren, dass unser junger Mann auch mal regelrecht weint, für uns so was von Spaß.


Wir mussten in dieser kurzen Zeit schon einige Vorlieben von Roul kennenlernen.  Er fährt mit Vorliebe im Auto mit. Er ist „pflegebewußt“, d.h. die morgendliche Fellpflege kann er nicht erwarten, ist für ihn Programm, legt sich von selbst hin und lässt sich regelrecht verwöhnen. Bei der nassen Variante(Baden, Duschen) springt er dagegen schon mal aus dem Becken und verteilt 2 Liter Wasser in der Wohnung, wenn man nicht aufpasst.

Roul ist unheimlich gern in unserer Nähe, die er den ganzen Tag über regelrecht sucht, hautnah zu unseren Füßen liegt, uns bei jeder Tätigkeit im Auge behält und uns in der Wohnung auf Schritt und Tritt folgt. Das kannten wir von unseren Maltesern bisher nicht so extrem. Ausnahmen sind nur seine Schlafpausen.

Natürlich liebt er in erster Linie Fressen, Fressen und noch mal Fressen. Die Art und Weise, wie er Nahrung zu sich nimmt und diese bei Bedarf gegenüber den Maltesern auch verteidigt (Knurren bei Annäherung) zeigt uns schon sein Leben als und unter Streunern.

 

Beim Gassigehen ist höchste Aufmerksamkeit angesagt. Da kann er schon mal zum „Müllschlucker“ werden. Betr. Nahrungsaufnahme gibt es bei uns sonst strenge Regeln, gewissermaßen „Gewaltherrschaft“ mit dem Ziel der Gewichtskontrolle und Gesunderhaltung auf der Grundlage ausgewogener Ernährung. Leider sieht man die Auswüchse falscher Herangehensweise fast täglich bei Hundebegegnungen im Ort.

So sind z.B. die Leckerlis, die Roul zum Spielen und üben bekommt, Bestandteil des täglichen Speiseplanes. Der eine oder andere Hundehalter mag das für übertrieben halten.

 

Was wir gerne wollen uns aber noch nicht trauen, ist ihn ohne Leine laufen zu lassen. 

Da sind wir (zugegeben) noch zu ängstlich. Wir arbeiten aber dran , da wir ja auch wissen, wie gern Hunde losgelassen sind.

Alles in allem konnte uns nicht Besseres passieren, Roul dieses Zuhause zu geben. An seinem Verhalten incl. seines Vertrauens zu uns (Hundeaugen können nicht lügen) ist zu erkennen, dass Roul das zumindest so fühlt.

 

Wir verfolgen regelmäßig in Abständen übers Internet alle Informationen aus Pompeij, immer wieder schon Bekanntes aber auch natürlich die Neuigkeiten, vor allem auch Ihre Freigaben zur Adoption, die Rubrik „was wurde aus….?“, aber auch wie sich Ihre Mitarbeiter vor Ort für den Tierschutz einsetzen, das Refugium

schützen und, und und….. 

Wir wünschen Ihnen allen in Italien, Deutschland und sonst wo weiter alles Gute, sowohl persönlich und Ihre zu schützenden Tiere.  Toi, Toi,toi.

 

 

In diesem Sinne grüßt Sie und alle Streunerfreunde

 

Die Familie F. und K. L. aus Bayern





ROUL IM REFUGIUM


NACH DER OPERATION


 

 

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