AUFGABEN

  

Unsere Aufgaben in Deutschland

 

Zu der praktischen Arbeit im Tierschutz gehört immer die Aufklärung über bestehende,  ändernswerte Zustände. Die Liebe  zu Tieren und die Sorge um eine würdige Existenz unserer Mitgeschöpfe darf niemals an Landesgrenzen haltmachen.


Übernational arbeitenden Tierschützern wird oft vorgeworfen, sich nicht hinreichend um die Probleme im eigenen Land zu kümmern. Jemand, der eine solche Kritik formuliert, hat niemals das entsetzliche Tierelend in Südeuropa (und in anderen Ländern dieser Erde) mit all seinen Auswüchsen in ausreichendem Maße wahrgenommen!


In Deutschland gibt es keine Straßenhunde. Tiere, die bei uns von verantwortungslosen Menschen ausgesetzt wurden, werden in  kürzester Zeit in einem Tierheim aufgenommen und dort entsprechend versorgt. Auch wenn es nicht die Bestimmung eines Hundes ist, in einem Asyl zu leben, so ist er dort zumindest des physischen Leidens ledig und kann  dort angstfrei leben.


Auch in Italien und anderen südlichen Ländern gibt es staatliche Einrichtungen, die Tiere aufnehmen, aber sie sind in keiner  Weise auch nur annähernd mit unseren Verhältnissen vergleichbar: hoffnungslose Überfüllung, katastrophale hygienische Zustände, nicht ausreichende Mittel für die Behandlung von Krankheiten und für artgerechte  Ernährung sind der Alltag. Eine der Aufgaben der Organisation ist es, auf die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Hunden hier und denen in Südeuropa aufmerksam zu machen.


Die Spendensammlung für die Tierschutzarbeit in Pompeji ist eine weitere wichtige Tätigkeit. Das Aufbringen der für die Arbeit erforderlichen finanziellen Mittel in der Region selbst, gestaltet sich als hoffnungsloses Unterfangen. Warum sich die meisten Menschen dort, wie in vielen anderen südeuropäischen Ländern auch, nicht für das  Wohlergehen der Tiere interessieren, bleibt unergründlich. Die Organisation “Pro 4 Zampe” ist somit völlig von der Unterstützung aus dem Ausland abhängig.


Eine Familie fuer die Hunde aus Pompeji in Deutschland zu finden, ist eine nicht einfache, aber sehr schöne Aufgabe, denn es geht einem das Herz auf vor Freude, und man empfindet tiefe Zufriedenheit, wenn man immer wieder hautnah erlebt, wie sich für ein Tier das Schicksal komplett wendet, wie aus einem traurigen Hund ein glücklicher wird.

Ein Hund möchte nicht auf der Straße leben, er sucht die Nähe des Menschen. In Süditalien meiden die meisten Menschen den  Kontakt mit den Straßenhunden und versuchen sie aus ihrem Lebensraum zu verjagen; bestenfalls werden sie widerwillig geduldet. Auch wenn “Pro 4 Zampe” viele Tiere füttert, sie medizinisch betreut und Streicheleinheiten verteilt, so kann dies doch den Hunden niemals ein richtiges Zuhause ersetzen, nach dem sie sich sehnen und das sie verdienen.


Wie dankbar die Hunde für die Aufnahme in ein Menschenherz und in häusliche Geborgenheit sind, zeigt sich immer wieder in dem  starken Bestreben der adoptierten Tiere, trotz ihrer teilweise extrem negativen Erfahrungen mit Menschen, sich dem Lebensrhythmus der neuen Umgebung anzupassen und dem neugewonnenen Herrchen und/oder Frauchen  uneingeschränktes Vertrauen entgegenzubringen.


Hunde aus südlichen Ländern kommt vielen Tierliebhabern in Deutschland entgegen: Fast alle  Interessenten, die sich an uns wenden, berichten, dass sie zuvor einige Tierheime in ihrer Umgebung besucht hätten, aber nicht fündig geworden seien. Das liegt zum einen daran, dass sich in unseren Tierheimen vorwiegend große Hunde befinden, die für viele Tierfreunde aufgrund ihrer Lebens- oder Wohnsituation nicht in Frage kommen. 

Zum anderen leben die Tierheimhunde hier in Boxen, entweder allein oder mit einem, eventuell auch mehreren Artgenossen, und das Personal ist verständlicherweise nicht in der Lage, sich den einzelnen Tieren ausgiebig zu widmen, so dass oftmals über das Vorleben und die Eigenschaften und Gewohnheiten der Hunde wenig bekannt ist. Das führt  oft zu Frustrationen und Enttäuschungen im neuen Zuhause, und nicht selten werden deshalb Tiere wieder ins Heim zurückgebracht.


Unsere Hunde, die nach Deutschland kommen, leben zusammen mit anderen Tieren in der Regel zunächst  in einer Pflegefamilie. Durch dieses nahe Zusammenleben lassen sich schon in kürzester Zeit entscheidende Aussagen über die Eigenschaften bzw. Eigenheiten des jeweiligen Hundes treffen. Dies erleichtert die  Zusammenführung von Mensch und Hund natürlich enorm; letztlich ist unsere Arbeit nur dann erfolgreich, wenn beide richtig gut zusammenpassen und viel Freude aneinander haben.

 

Unsere Aufgaben in Italien

 

Tägliche Fütterung der Straßenhunde von Pompeji.

Die Behandlung kranker und verletzter Hunde und Katzen Vorort.

Drastische Eindämmung der Vermehrung der Straßenhunde und der Katzen durch Sterilisation und Kastration.

Dazu steht ein  Tierarzt bereit, der den Eingriff an den eingefangenen Tiere vornimmt. Diese bleiben danach einige Tage im Refugium, um sicherzugehen, dass sich keine Infektionen bilden.

Die Aufklärung von Hundebesitzern: In Süditalien werden Hunde oftmals ausschließlich als Wach- oder Jagdhunde gehalten, denen  eine artgerechte Haltung und Zuwendung verwehrt wird. Mitunter werden diese Tiere sogar misshandelt oder ohne Wasser und Futter eingesperrt, wenn sie nach Ansicht ihres Besitzers ihre Aufgaben nicht wunschgemäß  ausführen. Nicht selten muss die Organisation gegen solche Tierquäler einschreiten. Auch geben viele Hundehalter in Süditalien nicht gerne Geld für einen Tierarzt aus, so dass die kranken Tiere häufig zu spät oder  gar nicht versorgt werden. Zudem entscheiden sich dort äußerst wenige Hundehalter für eine Kastration und Sterilisation ihrer Tiere, was eine unkontrollierte Vermehrung zur Folge hat.

Die Aufklärung der Bevölkerung: Ziel ist es, den Menschen in Pompeji (und der näheren Umgebung) Empfindungen wie  Verantwortung und Mitgefühl für ihre Mitgeschöpfe nahezubringen. Diesbezüglich hat die Organisation durch Infostände, Rundbriefe, Presseartikel und nicht zuletzt durch die täglichen Gespräche bereits große  Fortschritte bewirkt: Immer mehr Menschen interessieren sich für den Tierschutz, melden verletzte, gequälte oder verwahrloste Tiere und unterstützen die Organisation mit kleinen Spenden. Einige Ladenbesitzer legen  nach Geschäftsschluss Decken oder Kartons in die überdachten Eingänge, damit dort Hunde vor Wind, Kälte und Feuchtigkeit geschützter übernachten können.

 

 

MEHR INFOS

UEBER UNSERE HUNDE

CLICK..
CLICK..